
WIE WIR UNSER AUSBILDUNGS-SYSTEM AUF EIN VÖLLIG NEUES NIVEAU HEBEN
DIE NACKTEN FAKTEN
Philosophen und Lehrer, Wissenschaftler und Unternehmer, Historiker und Politiker wissen, dass man einen Staat nur dann in eine wirkliche Blüte führt, wenn das Ausbildungssystem einmalig ist und sich auf höchstem Niveau befindet.
Die Beispiele dafür in der Gegenwart sind erdrückend: man blicke nur nach Japan oder Südkorea, wo das Niveau in Mathematik und Physik längst weit über dem deutschen Niveau liegt, aber auch in anderen Ländern sind die Fakten überzeugend, so etwa in Kanada, Neuseeland, Australien, Hongkong und speziell Finnland - dem Testsieger in einigen internationalen Vergleichen, was Schulniveau und Ausbildung betrifft.
Noch beeindruckter sind wir, wenn wir die Geschichte konsultieren:
Hier stellen wir immer wieder fest, dass nur eine hervorragende Ausbildung der Grund dafür ist, dass ein Land wettbewerbsfähig ist und dadurch in letzter Konsequenz zu hohen und höchsten Höhen aufsteigen kann. Nur einige dürre Anmerkungen zu diesem Thema:
• Das alte Ägypten war einst die No. 1 unter allen Nationen! Der Grund? Die Ausbildung. Die Errungenschaften dieser Kultur, auf der wir alle ruhen, erstaunen uns noch heute. Allein die Architektur erreichte im alten Ägypten eine Höhe, die im Grunde nie wieder übertroffen worden ist, wenn man von der jüngsten Jetztzeit absieht. Gleichzeitig wurde eine unvorstellbare Organisation auf die Beine gestellt, wie sie die Historie vorher nie gesehen hatte. Die Ägypter verfügten zudem über die reichsten Städte im Reigen der damaligen Zivilisationen, mit Bauten und Tempeln, die uns noch immer sprachlos machen. Es wurde mit weißem Marmor, Granit, Diorit, Alabaster und anderen Materialien gebaut, die bis heute unvergänglich sind. Raffinierte Säulen entstanden in reicher Zahl, weiter Flachreliefs, Sphinxe und Statuen - in Karnak allein gibt es 86.000 Statuen. Feinste Zeichnungen und Bildhauerarbeiten findet man überall, Festhallen und Obeliske in einer überbordenden Fülle. Die zahlreichen Kanäle und Bewässerungsanlagen waren ebenfalls ein schieres Wunder der Ingenieurkunst, die es gestattete, dass der Ackerbau auf ein vollständig neues Niveau gehoben wurde. Bereits während der frühesten Dynastien lernten die Ägypter außerdem Kupfer und Zinn zu schmelzen und Bronze herzustellen. Die Metallurgie erreichte eine neue Höhe. Plötzlich gab es Räder, Walzen, Hebel, Flaschenzüge, Keile, Drehbänke, Schrauben, Bohrer, Sägen und hundert Arten von Handwerkern, wie die Bauhandwerker, die Glasbläser, die Holzschnitzer, die Lackierer, die Emaillierer oder die Weber. Handwebstühle und anderes technisches Inventar entstanden, das bis zur Erfindung der Dampfmaschine in unserer vielgepriesenen Neuzeit nicht übertroffen wurde. Weiter machte die Wissenschaft Quantensprünge. Die Mathematik wurde geboren, die Astronomie und ein Kalender entstanden. Anatomie und Physiologie, Medizin und Chirurgie erblickten das Licht der Welt. Die Ägypter waren weit über ihre Grenzen hinaus bekannt für ihre Heilkunst. Es gab bereits Gynäkologen, Augenärzte, Ärzte, die nur auf Darmleiden spezialisiert waren, Schädelbruch-Chirurgen und andere Experten mehr. Siebenhundert Heilmittel zählt ein einziger Papyrus allein auf. Die Segnungen der Hygiene wurden entdeckt, Abführmittel und Magenspülungen und vieles mehr. Die Uhr und die Geometrie wurden erfunden, und ein neues, weitaus höheres Niveau der Wohnqualität geschaffen. Was war das Geheimnis hinter all diesen Errungenschaften? Nun unter anderem ohne Zweifel ein anderen Völkern weit überlegenes Ausbildungssystem! Papier und Tinte standen zur Verfügung und die Schrift entwickelte sich - vielleicht die wichtigste Erfindung der gesamten Geschichte. Unversehens konnten abstrakte Ideen dargestellt werden. Aber noch mehr lässt uns das ägyptische Erziehungssystem selbst staunen: Es gab bereits zahlreiche Schulen, auf Muscheln, die gefunden wurden sind noch heute die Aufgaben der alten Pädagogen sichtbar! "Nichts ist so kostbar wie die Gelehrsamkeit!" sinnierte der unbekannte Autor eines Papyrus`. Wir besitzen sogar Hefte, die am Rande mit den Korrekturen der Lehrer versehen sind! (Es ist tröstlich zu wissen, dass die jungen Ägypter ebenso viele Fehler machten wie die Schüler heute!) Es wurde auf Scherben, Papyrus oder Kalksteinplatten geschrieben, und wenn Schüler nicht spurten, half der Rücken mit, dass die Ohren besser zuhörten, sprich man half je und je mit einer Rute nach. Das wichtigste war die Tugend und die Disziplin. Aber abgesehen davon gab es tatsächlich sogar schon Hochschulen im alten Ägypten. Verwaltungsunterricht wurde gelehrt, und die Studenten in vielfältigen praktischen Arbeiten unterwiesen. Künstlerakademien, Musikhochschulen und Technische Hochschulen wuchsen aus dem Boden. Eine eigene Literatur bildete sich heraus, in einer Vielfalt, die uns staunen lässt. Das früheste Schulsystem der gesamten Geschichte stammt jedenfalls aus Ägypten, wenn wir vorgeben, Babylonien nicht zu kennen.
• Auch die Blüte des alten Griechenlands und das alten Roms sind nicht denkbar ohne Schulen! Auch hier wurde Ausbildung großgeschrieben, schließlich galt es, riesige Reiche zu regieren, was nicht möglich war ohne einen intellektuellen und technologischen Vorsprung - was wiederum nur durch Schulen sichergestellt werden konnte. In Griechenland existierten etwa ab dem Jahre 500 v. Chr. Schulen, die von allen Kindern besucht werden konnten. Vornehmlich wurde das Alphabet, das Schreiben, Musik und Sport unterrichtet. Im alten Rom wurden anfänglich die Kinder von den Eltern zu Hause unterrichtet, nur die Begüterten konnten sich einen Lehrer leisten - normalerweise ein gebildeter griechischer Sklave. Aber man höre und staune, seit dem 3. Jahrhundert vor Christus gab es in Rom bereits öffentliche Schulen. Das Motto lautete: "Non scholae, sed vitae discimus." - "Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben." Es existierte eine "Grundschule" (für 7- bis 12-jährige) und eine "Grammatikschule" (für 12- bis 17jährige). Hieran schloss sich üblicherweise eine militärische Ausbildung an - und danach erneut eine Zeit der Lehre, da Rhetorik, Philosophie und Recht auf dem Programm standen!
• Theoretisch könnte man an dieser Stelle die gesamte Geschichte nun abhandeln, sprich Blütezeiten der Historie untersuchen, aber man käme doch immer nur wieder zu dem gleichen Ergebnis: Echte Blütezeiten sind nicht möglich ohne ein hervorragendes Ausbildungssystem! Selbst die Russen, die im 18. Jahrhundert weit abgeschlagen und zurückgeblieben waren, kamen quasi erst in der Neuzeit an, als Katharina die Grosse in unvorstellbarem Ausmaß die Erziehung und die Ausbildung förderte. Tatsächliche sorgte Katharina, die deutsche Zarin auf dem russischen Thron, zunächst für eine weitaus bessere Allgemeinbildung, das heißt Schulen entstanden allenthalben. 1763 gründete sie in Moskau eine Schule für Findelkinder. Sie gründete eine Knabenschule und sogar eine Mädchenschule. Sie ermöglichte erstmals die Bildung auch für Frauen. Sie sorgte für qualifizierte Lehrer. Sie ließ russische Studenten im Ausland ausbilden. Sie initiierte 1786, dass auch die Lehrer ausgebildet wurden. Sie sorgte dafür, dass in der Hauptstadt eines jeden Bezirks eine Grundschule gegründet wurde und eine höherer Schule in jeder der 26 russischen Provinzen. Körperliche Züchtigung war an diesen Schulen nicht erlaubt. Alle Kinder waren zugelassen, nicht nur Kinder vornehmer Herkunft. Die Zahl der Volksschulen nahm systematisch zu, parallel dazu die Zahl der Lehrer und der Schüler. Weiter gründete Katharina Universitäten und Spezialakademien. 1772 erblickte eine Handelsschule das Licht der Welt, 1773 eine Bergakademie, später eine russische Akademie für die Verbesserung der Sprache. Darüber hinaus förderte die Zarin die Literatur und das Studium der Geschichte. Das Ergebnis? Russland nahm einen unendlichen Aufschwung in dieser Zeit!
Lassen wir es bei diesen wenigen Beispielen bewenden, was das Ausland angeht. Und richten wir nun einmal den Blick auf unser Deutschland und halten wir Nabelschau!
AUSBILDUNG IN DEUTSCHLAND
Obwohl wir kein Freund der zahlreichen Kriege Karls des Großen (768 - 814) sind, muss man dennoch zu seiner Verteidigung festhalten, dass sich dieser mittelalterliche König intensiv um die Ausbildung bemühte. Er holte Gelehrte aus ganz Europa an seinen Hof, Italiener, Spanier und Angelsachsen. Alkuin galt als der bedeutendste Gelehrte der Zeit und war ein geborener Lehrer. Er bildete die Führungsschicht des Reiches aus, unterrichtete zahlreiche bedeutende Schüler in allen möglichen Provinzen und unterhielt einen ausgedehnten Briefwechsel mit ihnen, der teilweise bis heute erhalten ist.
Der König selbst lernte unter äußersten Mühen schreiben, beschäftigte sich selbst aber immerhin mit Grammatik, Latein und Astronomie, um sein Volk durch sein Vorbild anzuspornen. Weiter erlaubte es Karl der Große sowohl Freien wie Knechten zu lernen, sprich jeder durfte lesen und schreiben lernen. Ein freier und allgemeiner Unterricht wurde eingeführt. In großem und größtem Umfang entstanden damals Schulen, die anfänglich freilich noch an Klöster gebunden waren. Karl der Große gab die Verordnung heraus, an allen Klöstern und Bischofssitzen Schulen einzurichten.
Das Ergebnis: eine erstaunliche geistige Blüte, selbst in diesem "finsteren" Mittelalter!
Dieses System änderte sich nicht in bemerkenswertem Umfang vom 9. bis zum 12. Jahrhundert in Deutschland. Ab dem 12. Jahrhundert öffneten sich die Schulen an Bischofssitzen indes glücklicherweise auch Laien. Später machten die freien Städte mehr und mehr von sich reden, die ebenfalls Schulen einrichteten - die Kirche verlor ihr Bildungsmonopol.
Das 15. und 16. Jahrhundert brachte insofern einen bemerkenswerten Aufschwung, weil das alte Griechenland und das alte Rom wiederentdeckt worden war. Von Italien ausgehend breitete sich diese Begeisterung für das Altertum aus in ganz Europa, auch in Deutschland. Universitäten wurden gegründet und "Wissen" wurde auf einmal als wertvollstes Gut betrachtet.
Man konnte jetzt Hebräisch, Griechisch, Latein, Deutsch, Jurisprudenz, Medizin, Geschichte und Literatur studieren, aber auch wie bisher Logik, Rhetorik, Moral und die Bibel. Einen besonderen Aufschwung nahm das Studium des Griechischen und des klassischen Lateins, was zur Folge hatte, dass Deutschland im 19. Jahrhundert führend wurde, was die Erforschung des Altertums anging.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurden in allen möglichen Disziplinen beträchtliche Fortschritte gemacht. In der Mathematik, Physik, Chemie, Astronomie, Botanik, Zoologie, Anatomie und Medizin eröffneten sich neue Horizonte, ja brach ein neues Zeitalter an. Vernunft und Wissenschaft veränderten Europa und Amerika. Die Welt begann sich zu verändern und mit ihm dieses Deutschland.
Hier fand auf einmal das erstaunlichste Experiment statt, das man sich vorstellen kann.
DER ERSTE QUANTENSPRUNG IN SACHEN AUSBILDUNG
Einen riesigen Sprung nach vorn machte das Erziehungswesen in Deutschland schließlich unter den Preußenkönigen.
Man begann spätestens im 18. Jahrhundert in deutschsprachigen Landen zu realisieren, wie unendlich wichtig der Faktor Erziehung und Schule ist. Historiker weisen darauf hin, dass der sagenhafte Aufstieg Deutschlands in dieser Zeit zu einem beträchtlichen Grad eben auf die Betonung der Erziehung und der Schule zurückzuführen ist.
Wenn man von den zahlreichen Ohrfeigen absieht, - ein Lehrer berichtete, dass er im Laufe seines Lebens 1.115.800 Ohrfeigen austeilte! - konnte man wirklich stolz sein! Das Bildungsniveau stieg ständig. Die unnachgiebige Förderung der Wirtschaft, die religiöse Toleranz und der Faktor Law and Order, sprich Gesetz und Ordnung, kombiniert mit harter Arbeit, aber wie gesagt auch die exzellente Ausbildung, wo eine vollständig neue Ebene erreicht wurde, katapultierten dieses Preußen-Deutschland auf einmal also nach ganz oben.
Friedrich Wilhelm I. (1688 - 1740, der erste König von Preußen) leitete all diese Reformen ein, die von seinem Sohn später fortgeführt wurden. Zunächst achtete er auf die alten deutschen Tugenden: Fleiß und Sparsamkeit wurden gefördert. Tatsächlich bestrafte er herumlungernde Landstreicher, während er auf der anderen Seite Manufakturen, Industrie und Handel förderte, ebenso wie er das Straßennetz ausbaute. 1722 führte er den Schulzwang ein. 1750, urteilen Historiker, war Preußen ganz Europa, was die Schulbildung anbelangte, weit überlegen. Das Rohrstöckchen tanzte zwar ausgiebig auf so manchem deutschen Hintern, aber Preußen-Deutschland geriet zur bedeutendsten Macht auf dem europäischen Kontinent.
Aber die Revolution hatte gerade erst begonnen! Vergessen wir weiter nicht Friedrich Wilhelm III. (1797 - 1840), der in vielen Hinsichten vielleicht kein glückliches Händchen besass, aber immerhin in puncto Ausbildung vorbildhaft war. Erlauben wir uns an dieser Stelle einen kleinen Ausflug in die Politik, damit wir das gesamte Bild verstehen:
Dieser König ließ es zu, dass Napoleon Hannover besetzte, obwohl es unter preußischem Schutz stand und handelte generell zu spät und ineffizient, als es galt, dem französischen Ungeheuer Paroli zu bieten, was zur Folge hatte, dass er im Verbund mit Russland gegen den Franzosen zunächst bitterliche Niederlagen einstecken musste. Tatsächlich trat er ein Gebiet nach dem anderen an Frankreich ab, die katastrophale Niederlage bei Jena und Auerstedt (1806) besiegelte fast sein Schicksal. Friedrich Wilhelm III. floh, und Napoleon kassierte in aller Gemächlichkeit eine deutsch-preußische Besitzung nach der anderen. Restpreußen musste französische Besatzungstruppen dulden und die astronomische Kriegsentschädigung von 160 Millionen Francs bezahlen. Insgesamt verlor Preußen 49 % seines Gebietes, seine Bevölkerung sank von rund zehn Millionen Einwohnern auf fünf.
Es war nicht dieser glücklose preußische König, der schließlich die Wende herbeiführte, sondern Männer wie Humboldt, Stein und Hardenberg, die fast ein politisches Wunder in Szene setzten. Kurz gesagt führten sie Preußen zu einer neuen Höhe empor, mobilisierten alle Kräfte und führten ein fast bankrottes Land, das geradezu über Nacht wieder zu erstarken begann, erneut gegen Napoleon.
Worin bestanden Preußens politische Geheimnisse in dieser Zeit?
Nun, in der Erziehung gebührt die Siegespalme zweifellos Humboldt. Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835) reformierte das Schul- und Bildungswesen vollkommen und von Grund auf, er krempelte es um, wie es zuvor noch nie umgekrempelt worden war!
Die Berliner Universität wurde neu gegründet und die Einheit von Forschung und Lehre postuliert. Das bedeutete, dass die Professoren und Studenten nicht nur studieren und lernen, sondern gleichzeitig auch miteinander forschen durften, ein höheres Niveau und selbständiges Arbeiten waren mithin das Ziel.
Weiter wurde Unterricht für alle realisiert, unabhängig vom Stand, die ständische Gliederung der Schulen verschwand auf dem Kehrrichthaufen der Geschichte. Ein Stück Gleichheit und also Freiheit kehrte ein! Nun durfte eine Hochschule nur noch besuchen, wer das Abitur bestanden hatte. Schulen, die bestimmten Anforderungen nicht genügten, verloren das Abiturrecht. Lehrer mussten jetzt staatliche Prüfungen bestehen, bevor sie an einem Gymnasium unterrichten durften. Landesweit wurde ein einheitlicher Lehrplan vorgegeben.
Mit einem Wort: der Standard, das Niveau der Schulen erhob sich in schwindelerregende Höhen! Aber jeder, jeder konnte Karriere machen, der intellektuell nur genug mitbrachte.
Eine ungeheure Unterdrückung verschwand und machte einer echten Chancengleichheit und damit Freiheit Platz.
Die Lehre, die bis heute Gültigkeit besitzt, lautet als politisches Gesetz oder Axiom formuliert, wie folgt:
Der Aufschwung eines Staates beginnt mit einer Reform der Schulen und Universitäten. Wenn sie allen zugänglich sind und höchstes Niveau haben, so löst das eine intellektuelle und wirtschaftliche Explosion aus.
Auch im 19. Jahrhundert wurde die Förderung des Schul- und Universitätswesens fortgesetzt. Parallel dazu expandierte die Wirtschaft wie verrückt. Um das Jahr 1890 gab es 49 Millionen Deutsche mit einem Bildungsniveau, das unvergleichlich weltweit war! Auf 1.000 Einwohner gab es nur einen einzigen Analphabeten! Der resultierende hohe Wissensstand kam allen zugute, auch etwa der Landwirtschaft. Die industrielle Expansion übertraf schließlich die Produktion von England, Frankreich und Russland zusammen genommen! Neue Industrien schossen wie Pilze aus dem Boden, die optische Industrie, die technische Industrie, die Elektroindustrie.
Das "Geheimnis" dieses Erfolgs: Ausbildung!
Und heute? Nach 1945? Nach der Wiedervereinigung? Im 21. Jahrhundert?
Nun auch heute hätte Deutschland nicht die geringste Chance im internationalen Vergleich, wenn es nicht so bekannt und berühmt wäre für seine Autos, die neidlos als die besten der Welt anerkannt werden, für seine Ingenieurkunst und den Maschinenbau, für seine Erfinder und seine Ausbildung, die immer noch auf hohem Niveau liegt, aber weitaus höher liegen könnte, wie einige internationale Studien (wie die PISA-Studie) festgestellt haben.
Die bittere Wahrheit ist: Wir haben nachgelassen, wir haben geschlampt, was unser wertvollstes Gut: die Ausbildung angeht!
Was also fehlt, ist ein neuer Quantensprung hinsichtlich der Ausbildung in Deutschland, es fehlt die Definition einer völlig neuen Idealität, denn die Ausbildung hierzulande weist inzwischen beträchtliche Mängel auf.
Lassen wir die Katze aus dem Sack.
WAS KRITIKWÜRDIG IST
Deutschland setzte sich einstmals mit den Preußenkönigen an die Spitze der Ausbildung in aller Welt! Mittlerweile hinkt es jedoch hinterher und versucht aufzuholen, was auf genaue Gründe zurückzuführen ist.
Einige liegen auf der Hand und stechen ins Auge:
Die alten deutschen Tugenden, wie Fleiß, höchster Einsatz, Ordnung und Disziplin, stehen nicht mehr in Ehren. Selbstredend wird heute niemand mehr dem Rohrstock oder der körperlichen Züchtigung das Wort reden, aber die (zum Teil absichtlich herbeigeführte) Senkung des Niveaus in einigen Schulen oder Universitäten widerspricht allen geschichtlichen Lehren! Genau das geschieht jedoch, wenn man sich auf immer kleinere und niedrigere gemeinsame Nenner einigt, nur um den nicht so Begabten ebenfalls den schulischen oder universitären Aufstieg zu ermöglichen oder welche "sozialen" Ausreden man auch immer zur Hand hat, die jedoch in ihrer Auswirkung höchst unsozial sind, denn es begrenzt unsere Wettbewerbsfähigkeit insgesamt.
An vielen Schulen und Universitäten geht es so "lässig" und unverbindlich zu, dass man nur den Kopf schütteln kann. Vielfach wird Unterricht nicht einmal mehr wirklich Ernst genommen. Die Autorität der Lehrer ist vielerorts erschüttert, man gestattet dem Lehrpersonal manchmal kaum mehr, kompromisslos und effektiv gegen Faulheit und Frechheit beispielsweise vorzugehen. Gegen Alkohol und Drogen wird nicht rigoros genug eingeschritten - Mittel, die unsere Jugend zum Versagen verdammen und ein ganzes Leben zerstören können.
Am bedeutsamsten ist die phantastische Praxisferne. Schulen und Universitäten sind vielerorts zu unverbindlichen Debattierclubs verkommen, in denen der Bezug zur Wirklichkeit vollständig fehlt. Jedenfalls bleibt die konkrete Anwendbarkeit des Lehrstoffes gewöhnlich völlig auf der Strecke. Die Realität gegenüber der (nach anderen Gesetzen funktionierenden) Wirtschaft und dem Leben wird verabsäumt zu vermitteln - einige Lehrpläne sind hoffnungslos veraltet.
Was fehlt? Ein vollständig neuer Aufbruch!
EINE AUSBILDUNGS-VISION
Es ist nicht damit getan, kleinere Klassen zu fordern, Lehrer besser zu bezahlen,
eine hervorragende materielle Ausstattung zur Verfügung zu stellen (freundliche Gebäude, Bibliotheken, Computer usw.), und ein höheres Budget zu gewähren, obwohl das alles beileibe nicht falsch ist, sondern in die richtige Richtung zielt.
Aber noch wichtiger ist es, kompromisslos eine hohe und höchste Qualität des Lehrpersonals einzufordern. In Finnland, dem Sieger der PISA-Studie, werden nur die Top 10-Prozent eines Jahrgangs vor, während und nach dem Studium ausgewählt und als Lehrer zugelassen!
Nur die Besten der Besten dürfen lehren!
Erinnern wir uns noch einmal an Preußen! Auch hier durfte auf einmal nicht mehr jeder X-beliebige Hans Dampf (Schneider, Soldaten usw.) den Lehrer spielen! Die Lehrer waren gefordert!
Bei der Qualifikation der Lehrer spielt jedoch auch die pädagogische Begabung eine Rolle, nicht nur das fachliche Wissen. Es gibt Lehrer, die derart begeisternd, motivierend und spannend einen Unterrichtsstoff aufbereiten können, dass sie von ihren Schülern heiß und innig dafür geliebt werden. Die echte Liebe zu Kindern und Jugendlichen kann dabei nie gelehrt werden - etwa im Rahmen der Psychologie oder gar Psychiatrie, beides Disziplinen, die weitgehend versagt haben, wenn es um die Erziehung geht. Ausnahmen seien zugestanden.
Weiter wurde im damaligen Preußen die Qualität der Schulen ständig höhergeschraubt, das heisst die Anforderungen, die an die Schüler gestellt wurden, erreichten schließlich schwindelerregende Höhen!
Leistung wurde kompromisslos eingefordert!
Mit anderen Worten, wir müssen die Lehren Humboldts umformulieren auf die Jetztzeit, müssen sie fortschreiben und ebenfalls ein höheres und höheres Niveau einfordern!
Es ist also nicht damit getan, Humboldt primitiv zu kopieren und etwa weiter und mehr Schulen und Universitäten einzufordern, die allen offen stehen.
Man muss Humboldt verstehen. Humboldt definierte ein vollständig neues Niveau, das so vorher nicht existierte. Das war seine Erfolgsformel! Wenn wir das verinnerlichen, verstehen wir sofort, was heute das Gebot der Stunde ist:
Wir haben neue Ausbildungs-Eliten zu bilden, neue Schul- und Eliteuniversitäten, die die alten Vorstellungen um Längen schlagen - nicht anders als im alten Preußen. Wir müssen erneut einen Sprung nach oben machen - wenn wir es nicht tun, werden es uns andere vorexerzieren.
Dazu gehört in erster Linie eine rigorose Änderung der Lehrpläne.
Womit wir unversehens bei des Pudels Kern sind.
DIE AUSBILDUNGS-REVOLUTION
Wir werden unsere Kinder und unsere Jugendlichen sehr viel mehr Begeisterung für Schulen und Universitäten einhauchen können und sie hochmotivieren bis unter die Haarspitzen, wenn wir folgendes tun:
Wir müssen die Praxis, die Praxis und noch einmal Praxis in den Schulen und Universitäten Eingang finden lassen. Gleichzeitig müssen Schulen auf das
21. Jahrhundert umgepolt werden, in dem wir längst angekommen sind.
Illustrieren wir diese Forderung am besten an einigen Beispielen:
• In den USA gibt es längst Eliteschulen, da Kinder als erstes lernen, den eigenen Körper in erstklassigem Zustand zu halten, wozu Körperpflege, Reinlichkeit, Hygiene, Sport, Bewegung, die Grundlage einer vernünftigen Ernährung, ein hoher Gesundheitsstandard (ohne Ärzte!) und die Pflege der eigenen Kleidung etwa gehören. Sogar Kurse in den Grundlagen des vernünftigen Einkaufens, des Kochens, der Reinlichkeit des selbstbenutzten Raumes, der Ersten Hilfe und der (biologischen) Reinigung der Wäsche werden in gebotener Kürze gelehrt! Das Ergebnis: Die Kinder jubeln und genießen die Selbständigkeit!
• In Mexiko gibt es zahlreiche erstklassige Montessouri-Schulen, da besonders jungen Schülern jeder (theoretische) Begriff in Form eines (praktischen) Anschauungsgegenstandes illustriert und verdeutlicht wird. Beispielsweise wird die Zahl Tausend begreiflich gemacht, in dem ein "Ball", der aus tausend Perlen besteht, dem Schüler in die Hand gegeben wird. Alles, alles ist ausbalanciert durch materielles Anschauungsmaterial, alles ist anfaßbar, berührbar, sinnlich erlebbar. Das Ergebnis: Die Lerngeschwindigkeit steigt immens. Da weitere Ergebnis: Die Freude am Lernen erhöht sich unendlich.
• Beispiel Biologie: Wie unsinnig ist es, junge Menschen die Namen von 1000 Pflanzen auswendig lernen zu lassen. Wie intelligent ist es dagegen, von ihnen zu verlangen, einen Baum zu pflanzen oder Gemüse, das schließlich auch geerntet werden muss. Praxis!
• Beispiel Physik/Mechanik: Wie wenig intelligent ist es, junge Menschen die kompliziertesten physikalischen Berechnungen durchführen zu lassen. Wie intelligent dagegen, ihnen beizubringen, etwas im Haushalt wieder in Ordnung zu bringen, einen verstopfte Abfluss wieder funktionsfähig zu machen, sie mit dem entsprechenden Handwerkszeug kleinere Reparaturen ausführen zu lassen undsofort. Man könnte "Physik" einfallsreicher lehren, indem man Schüler Fahrräder oder sogar Autos usw. reparieren lässt - wobei der notwendige theoretische Hintergrund sofort mit einem praktischen Nutzen verbunden wird. Im Vorderen Orient, in Jordanien beispielsweise, reparieren zehnjährige Buben ganze Autos - mit einer unvorstellbaren Begeisterung, die man gesehen haben muss, um es zu glauben.
• Beispiel Rechnen: In Eliteschulen in den US muss der Schüler in seiner unmittelbaren Umgebung Rechenprobleme selbst ausfindig machen, nicht nur auf dem Papier in der Schule. Praktische Übungen, da Sachen gewogen, gemessen und verglichen werden müssen, da Preise und Qualität z. B. gegeneinander abgewogen und gemessen werden, stehen hier auf dem Lehrplan. Plötzlich erhält das Rechnen einen Sinn!
Wichtig ist die Selbstbestimmung des Schülers und Studenten. Es muss dem Lernenden frühzeitig erlaubt werden, eine bestimmte Richtung einzuschlagen, die seinen eigenen Neigungen und Interessen entspricht. Schule und Universität müssen ungeheuren Spaß bereiten, sie müssen einerseits auf die persönlichen Ziele und Begabungen zugeschnitten,- und andererseits auf die Realität des Berufslebens und der Wirklichkeit zukomponiert werden.
• Der richtige Umgang mit Computern und dem Internet wird teilweise schon gelehrt, aber die Betonung sollte auf dem wirtschaftlichen Nutzen dieses Instrumentes liegen. Die komplizierteste Mathematik kann jungen Menschen beigebracht werden, wenn man sie spielerisch an Computerprogramme und Computersprachen heranführt.
• Wir laufen in eine völlige Wüste des Wissens, wenn wir das Thema Finanzdienstleistungen (Banken, Versicherungen, Bausparkassen) ansprechen. Dabei ist kaum ein Thema wichtiger für das unmittelbare Überleben der Menschen, die gewöhnlich erst die bittersten Erfahrungen machen müssen, bevor sie halbwegs verstehen, wie die (finanzielle) Welt tickt. (Selbst Erwachsene wissen selten, dass die deutsche Mark ehemals innerhalb von 50 Jahren drei Viertel ihres Wertes verlor, weil sie nicht den Unterschied zwischen Sachwert und Geldwert kennen, nicht die Geschichte, nicht die deutsche Wirtschaftsgeschichte und nicht die tatsächlichen Auswirkungen der Inflation auf ihr Sparverhalten. Und selbst Erwachsene wissen fast nie, dass eine Immobilie, voll finanziert, gewöhnlich mit dem dreifachen Preis des tatsächlichen Wertes bezahlt wird, weil sie in die Zinseszinsfalle laufen. Sprich die meisten Immobilien werden völlig überteuert eingekauft. Weiter muss schon der Schüler lernen, mit Kreditkarten etwa umzugehen und die Schuldenfalle genau verstehen. Er muss die Tugend des intelligenten Einkaufs und der Sparsamkeit von Kindesbeinen an erlernen.)
• Schließlich ist unsere Jugend heute nicht ausgebildet, wenn es um die Grundzüge der Juristerei geht. Hier wie auch im "Fach Wirtschaft" sollte jedoch nicht etwa die Aufmerksamkeit auf theoretischem Wissen liegen, sondern auf handfestem Know-how, das unmittelbar in der Praxis anwendbar ist und Nutzen zeigt. Dieser Nutzen muss dem Schüler unmittelbar demonstriert werden und er muss sich dessen selbst bedienen können.
• Anwendbarkeit des Faches "Geschichte" ist nur dann gewährleistet, wenn konkrete Erkenntnisse aus der Geschichte herausdestilliert werden, die man erneut in der Gegenwart anwenden und umsetzen kann. Politik heute muss mit anderen Worten an den Erfahrungen von gestern gemessen werden. Geschichte = Politik von Gestern. Verstanden werden müssen vor allem die in unserer deutschen Geschichte hart erkämpften Werte Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetzt, Frieden und Wohlstand. Verstanden werden müssen weiterhin die Manipulations-Techniken destruktiver Persönlichkeiten in der Geschichte - und umgekehrt die Ideale und Ziele konstruktiver Persönlichkeiten. Verstanden werden muss schließlich, dass jede einzelne Person dafür verantwortlich ist, wie das gegenwärtige politische Umfeld aussieht und dass eine reine Zuschauerposition zu dem Untergang eines ganzen Volkes führen kann.
• Selbst die abstrakteste und theoretischste aller Wissenschaften, die Mathematik, kann intelligenter vermittelt werden, indem man ihre Anwendung betont und aufzeigt - etwa in der Versicherungswirtschaft, im Ingenieurwesen und im Rahmen der angewandten Physik.
• Die Grundzüge der tatsächlichen Wirtschaft (allerdings nicht BWL oder VWL, die völlig theorieüberlastet sind), müssen verstanden werden, auch das Know-how, wie man sich professionell bewirbt, was die eigenen Erfolgschancen erhöht und sogar die Grundregeln, wie man sich selbständig macht. Junge Menschen müssen massenhaft Firmen und Unternehmen besuchen, hier in Erfahrung bringen, worauf es wirklich ankommt, und zahlreiche Praktika absolvieren. Unternehmen müssen begriffen werden als die Motoren, die die Wirtschaft in Gang halten, den Großteil aller Steuern bezahlen, in der Ausbildung unschätzbare Dienste leisten, für Arbeit und Brot sorgen, und, ja, direkt und indirekt fast den gesamten "Staat" finanzieren.
• Grundsätzlich darf man zu keiner Zeit aufhören, von anderen Nationen zu lernen. Die Erfolgsformel Japans in den achtziger und neunziger Jahren bestand darin, Professoren und Spitzenbeamte in die ganze Welt reisen zu lassen und nach neuen Ideen auf allen Gebieten Ausschau zu halten, Ideen, die funktionierten und die man anwenden konnte. Das Ergebnis: Japan überflügelte zeitweise sogar die übermächtige USA. Lernen wir von den Japanern das Lernen! Das heisst, wir müssen in aller Herren Länder reisen und das gleiche tun. Nur wer bescheiden und demütig genug ist, nicht aufzuhören, zu lernen und nochmals zu lernen, gewinnt die Zukunft.
• Speziell wenn bestimmte Wirtschaftszweige in anderen Ländern nach oben schießen, müssen Unternehmer, Spitzenadministratoren, Professoren und Studenten sofort vor Ort recherchieren und die Fakten beobachten, um die genaue Gründe für einen Boom herauszufinden. Der zumindest einjährige Auslandsaufenthalt muss für jeden Studenten Pflicht werden, denn wir leben inzwischen in einer global economy. Wir leben in einem neuen Zeitalter, das neue Verhaltensweisen einfordert.
• Weiter muss das Fach "Zukunft" neu in jeder Schule und Universität eingeführt werden. Hier kann über neue technische Möglichkeiten, einen Hurrikan zum Verschwinden zu bringen, ebenso ernsthaft nachgedacht werden wie über neue Methoden, die Ernährung auf dem gesamten Planeten sicherzustellen, Autos mit ganz anderen Energien fahren zu lassen oder Kriege zu verhindern. Völlig neue Ansätze im Fach Geschichte können hier diskutiert werden und systematisch Erfolgsberichte aus anderen Ländern aus dem politischen Raum etwa zusammengetragen werden. Planet Erde kann als ein Ganzes begriffen werden, nicht nur als geographisches Ganzes, sondern als ein Gebilde, für das jeder Verantwortung trägt. Die Grundlagen der Raumfahrt und der Astronomie gehören ebenso in dieses neue Fach wie brisante, zukunftsgerichtete Technologien und Erfindungen, die das Leben der Menschen in allen Bereichen verändern und verbessern.
• Schließlich muss eine einzigartige Eliteuniversität gegründet werden, die nur Fortschritte untersucht und Fortschritte selbst kreiert. Sie muss über allen anderen Universitäten stehen und das Non-Plus-Ultra an Intelligenz, die anwendbare Ergebnisse erzielt, in ihren Räumen versammeln. Fortschritte müssen hier in allen Bereichen systematisch untersucht werden, auch zum Beispiel Fortschritte in der politischen Wissenschaft, in deren Rahmen man danach fahndet, neue, bessere und höhere politische "Technologie" zu erforschen, die es ermöglicht, dass in einem Land insgesamt die ewigen Werte Freiheit, Frieden, Wohlstand und Toleranz noch intensiver gelebt und verankert werden können. Diese Elite-Universität darf nur von den hellsten und ethischsten Köpfen geführt werden. Wie es ehemals der Traum eines jeden Franzosen war, einmal, ein einziges Mal, an den Hof Ludwigs XIV., des Sonnenkönigs, eingeladen zu werden, so muss es der Traum eines jeden Hochschullehrers und Studenten sein, hier lehren oder lernen zu dürfen. Weiter muss diese Eliteuniversität den besten ästhetischen Ansprüchen genügen und ein Motor kontinuierlicher Verbesserungen in unserem Land sein. Der Focus liegt vollständig auf der Anwendbarkeit und dem Nutzen von Wissen. Die akademische Krankheit unserer Tage, nur zu diskutieren ohne ein konkretes Ergebnis und Projekt, existiert hier nicht. Von dieser Elite-Universität müssen regelmäßig wichtige Impulse für konkrete Neuerungen/Erfindungen in unserem Lande ausgehen.
Kurz gesagt muss unser gesamtes Erziehungssystem umgekrempelt werden. Nahezu das gesamte Lehrmaterial muss neu gestaltet werden. Es muss leichter verständlich präsentiert werden, ausbalanciert sein mit zahlreichen Bildern/Illustrationen, mit konkreten Aktionen und Praxis sowie spannend und unterhaltsam aufbereitet sein. Jedes trockene Lehrbuch ist eine pädagogische Todsünde und ein Vergehen an Schülern und Studenten.
Eine unvorstellbare Arbeit ist zu leisten, die jedoch den höchsten Lohn nach sich ziehen wird, den man sich vorstellen kann: Ein prosperierendes Land, glücklichere Menschen und ein völlig neues Niveau von Lebensqualitäten.
Wir brauchen einen neuen Beginn, wir müssen einen Aufbruch postulieren, die Zeit ist reif.
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Autoren : Ernst Haberland / Frank Fabian
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